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Kurzberichte

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Claires 1. Triathlon-Teilnahme
6. August 2010

Mein erster Triathlon
Am Samstag, den 31. Juli 2010 fand in Berndorf bei Salzburg ein Triathlon statt (300 m Schwimmen, 18 km Mountainbiken, 5 km Laufen). Ursprünglich war geplant, dass Richard schwimmt und mountainbikt und mein Part würde im 5 km-Lauf liegen. Dann wurde Richard krank und unser Plan wurde über den Haufen geworfen.
Zwei Optionen wurden besprochen: 1. Richard schwimmt, Claire bewältigt die Rad- und die Laufstrecke.
2. Richard macht bei einer anderen Staffel mit und schwimmt und Claire macht alles. Super tolle Idee! War natürlich nicht von mir!

Zwei Stunden vorm Start bei der Anmeldung ist es beschlossene Sache – Option 2 fix und ich … ich bin sehr aufgeregt. Schwimmen ist überhaupt nicht mein Ding: man behauptet sogar ich schwimme wie ein Aschenbecher und beim Kraulen würde ich auf Vogelfang gehen – naja ich würde halt Brustschwimmen und schauen, dass ich nicht untergehe bzw. von anderen überschwommen und getümpfelt werde. Mountainbiken ist auch nicht unbedingt mein Steckenpferd, aber die Strecke ist mir bekannt (vor 2 Jahren Staffel) und dann Laufen (kann normalerweise jeder / jede, die aufrecht gehen kann).

"Gemeinsam fahren alle Teilnehmer an den Grabensee und um 14Uhr ist Wasserstart. Das Wasser ist nicht zu kalt, aber kaum erklingt der Startpfiff, wird aus dem gar so friedlichen See ein sehr bewegtes Meer – von Köpfen, um sich schlagenden Armen (wer hier Vögel fängt) und einem Wellengang (unglaublich!) Ich versuche mein Bestes, nimm zwischendurch ein paar Schluck Seewasser zu mir und dann ist es irgendwann vorbei und ich renne aus dem Wasser (und nicht einmal als Letzte!) - juhu, schnauf, schnauf...
Dann schnell in die Wechselzone (das gestrig Gelernte umsetzend, um ja keine sinnlosen Sekunden zu verlieren): Schuhe anziehen, T-Shirt überziehen, Sonnenbrille, Helm, Rad schnappen und bis zur Zeitmessung laufen und rauf aufs Rad und schon geht's los. Am Anfang ist die Strecke ein Wechsel zwischen Asphalt und Schotter und diese verflixten Anstiege, die gehen ganz schön in die Beinchen. Geschafft und schließlich beginnt die richtige Mountainbike-Strecke, die jeder Teilnehmer dreimal absolvieren muss. Für mich heißt es gleich einmal absteigen, denn die Route führt ein Stück durch ein Beachvolleyball-Feld, wo der Sand verdammt tief ist und dann geht es auf Feldwegen weiter – böser Anstieg, Kurve links, geradeaus, 2 junge Damen, die brav anfeuern (tut richtig gut), rechts abbiegen, wieder bergauf und dann in den Wald hinein über Matsch und Wurzeln, dann auf die Wiese hinaus und in den Ort hinunter und dann wieder von vorne. Mit dem Gelände komme ich dieses Mal ganz gut zurecht, nur diese zachen Anstiege – ich bin richtig froh als ich sie das letzte Mal erklimme und irgendwie freue ich mich auf das Laufen – endlich eine andere Bewegung. Rasch in die Wechselzone (aus den Fahrradschuhen war ich bereits unterm Fahren heraus), also Rad hin hängen, Laufschuhe anziehen und beim Vorbei laufen einen Becher Wasser schnappen und versuchen zu trinken (funktioniert gar nicht) und dann … ja dann, ging ich mal ordentlich ein. Wem gehören diese schmerzenden Haxen, die unkoordiniert kaum vom Fleck kommen??? Und schon wieder geht es bergauf – was ist das für eine Sch...Landschaft??? Lunge schmerzt, Luft ist knapp, ich pfeife aus allen Löchern und ich denke, man hört mich bereits viele Kilometer gegen den Wind. Wie soll ich die 5 km schaffen??? Ganz kurz muss ich gehen, denn noch dazu bekomme ich Seitenstechen, aber für Wehleidigkeit ist keine Zeit. Nicht, dass mich noch die Konkurrentin, die ich beim Radfahren überholt habe, noch einholt. Hinter mir höre ich die Läuferin von Richards Staffel – keine Chance, sie zieht bei mir vorbei und ich habe keine Kraft und Luft mich anzuhängen. Über Feld- und Wiesenwege steigt es weiterhin stetig an und dann endlich eine Gerade. Langsam beruhigt sich mein Puls, mein Atem (minimalst) und dann geht es "Gott-sei-Dank" bergab. Im Kopf gehe ich die Strecke durch, einfach der Straße folgend, wie weit wird das noch sein? 2 km oder noch mehr? Gegenwind haben wir auch noch! Ich konzentriere mich aufs Atmen und dann sind die letzten Meter über den Sportplatz zu laufen und durch das Ziel. Geschafft – erledigt – mein Kopf füllt sich an wie ein Dampfkessel und ist knallrot! Aber egal, ich habe es geschafft!" (Claire)

 

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