14.05.2011 Radsportwoche in Sattendorf am Ossiachersee

Unser traditionelles Trainingslager verschlug unseren Verein heuer ins wunderschöne Kärnten nach Sattendorf am Ossiachersee.
45 Personen waren dieses mal dabei. Hofbauer Willi (Hofi´s Reisen) brachte uns sicher in unser Urlaubsziel.
Wie gewohnt gab es vor Ort die Einteilung in verschiedene Gruppen.
Erich übernahm wieder die Mountainbikepartie (was sonst?), Absatz Karl die Sportgruppe, Pfleger Walter die Plauscherlgruppe, Peraus Karl die neu gegründete Sam… oder RK-Gruppe und Mold Hans unter Mithilfe verschiedener Teilnehmer und Garmins die Kojotengruppe.
Eins noch vorweg, bevor ihr den von Reini beigesteuerten Bericht durchlest, es war eine tolle Woche und die Vereinsleitung möchte sich bei allen Teilnehmern und besonders bei den Tourenleitern dafür bedanken.

Fotos...

Bericht von Reini:
Nach dem der Wetterbericht für diese Woche nicht so gut war, wollten wir gleich den ersten Tag (Samstag) für eine ausgiebige Tour nutzen. Pünktlich um 14:30 ging's los auf die erste 90 km Schleife. Unsere Runde führte uns Richtung Osten zum Maltschachersee über Klagenfurt-Viktring zum Keutschachersee. Ständig begleitet von dunklen Gewitterwolken hatten wir trotzdem Zeit in Schiefling die Colnagos im Schaufenster des dort ansässigen Shops zu bestaunen. Nach dem uns Harald kurz abhanden gekommen war, fuhren wir zusammen und trocken wieder in Sattendorf ein.
Am Sonntag war dann schon ein Ruhetag angesagt, das Wetter hielt sich an die Prognosen und es schüttete den ganzen Tag wie aus Kübeln. Der Tag wurde aber unter anderm für einen GPS-Workshop genützt. Außerdem entdeckte Karl Absatz einen Raum, der sich für Gymastik eignete und so gabs für ein paar Leute am Nachmittag eine Stunde körperliche Ertüchtigung.

Ausgerastet ging's dann am Montag schon etwas weiter. Die 129 km und 1530 hm nahmen Andi, Harald, Mold Hans, Christian, Finki, Rudi, Fredi, Georg, unser Gastfahrer Walter und ich in Angriff. Über den Faakersee nach St. Jakob und Feistritz hatte Hans einige deftige Anstiege eingebaut. Andi machte ein Spezialtraining, da er auf Grund eines Schaltseilrisses nur mehr mit dem 17er Kranz hinten fahren konnte.
In Ferlach überquerten wir die Drau und als Draufgabe mussten wir noch ein Stück auf einer Mountainbikestrecke zurücklegen, bevor wir uns stärken konnten. In Klagenfurt konnte Andi endlich sein Schaltseil tauschen und über Moosburg ging's ein Stück auf der stark befahrenen Hauptstraße Richtung Feldkirchen zurück. Das Wetter war wieder ok und das Abendessen war, wie die ganze Woche über, sehr gut. Der Zweigelt wäre aber noch stark verbesserungswürdig.

Am Dienstag konnten wir die Tour zum Goggausee bei strahlendem Sonnenschein und mit zwei lokalen Gastfahrern in Angriff nehmen. Stetig bergauf fuhren wir mit herrlicher Aussicht auf die Gurktaler Alpen bis nach Weitensfeld wo wir leider auf Grund der Kärntner Budgetlöcher auf nichtvorhandenem Asphalt ca. 5 km auf Schotterlöchern zurücklegen mussten. Nach dem sich Rudi einen, bei dieser Straße schon vorhersagbaren, Platten eingefahren hatte und sich unsere Gastfahrer so manches über "ihre" Straßen anhören mussten, hatten wir auch noch Pech bei der Wahl unserer Mittagsrast, außer Trilli konnte das erste Bier Keiner trinken. Bis auf eine kräftige Steigung kurz nach St. Veit konnte uns dann aber bis nach Hause nichts mehr aufhalten.

Nach dem die Anstrengungen der letzten Tag bei so manchem nun doch schon spürbar war und einige Erichs Mountainbike Angebot in Anspruch nahmen, traten am Mittwoch zur Tour auf den Mangart nur Andi, Finki, Harald und ich an. Durch Villach-Arnoldstein-Tarvis ging's ins Solcertal in den Triglaver Nationalpark. Die 1000 hm auf den Mangart waren dann so richtig für unseren Geschmack. An den steilsten Stellen um die 15% Steigung und mehr führte eine wunderschöne Bergstraße durch unbeleuchtete Tunnels hinauf ins Hochgebirge auf den Mangart (2050 m). Der Gipfelsieg war uns aber nicht vergönnt da der Schnee die Straße noch nicht bis ganz oben freigegeben hatte. Durch die vielen Steine, die auf der Straße lagen, fuhren wir vorsichtig hinunter und wieder zurück nach Tarvis wo wir uns mit einer Art Tiramisu stärkten. Danach gings mit zügigem Tempo Richtung Kranjska Gora und über den Wurzenpass zurück nach Villach. Das Eis am Hauptplatz hatten wir uns wirklich verdient und dementsprechend genossen wir es auch in der Sonne sitzend.
Der Abend ging dann mit dem Abendessen auf dem Schiff zu Ende.

Die Königsetappe stand an diesem Donnerstag mit der Nockalmstraße bevor. 155 km und 2800 hm hatte Hans für uns geplant. Das Wetter war uns hold, denn mit der Nockalmstraße stand uns eine hochalpine Etappe mit zwei Übergängen auf knapp über 2000 m bevor. Auch unsere Gastfahrer Herbert und Achim waren wieder mit von der Partie. Schon bei der Anfahrt über Feldkirchen-Himmelberg-Gnesau-Reichenau geht es moderat bergauf. Vorbei an Siegi Grabners (Snowboarder) Haus ging's dann richtig los und die Nockalmstraße machte ihrem Ruf einer der schönsten Pässe in Österreich zu sein alle Ehre. Super Wetter, wenig Verkehr und eine traumhafte Landschaft ließen die Mühen über den Aufstieg vergessen. Oben angekommen stürzten wir mit hoher Geschwindigkeit bergab, bevor wir die nächsten 400 hm zur endgültigen Passüberquerung in Angriff nahmen. Da in der Zwischenzeit aber Regenwolken aufgezogen waren, fuhren wir ohne längere Pause gleich weiter. Wieder mal hatten wir Pech mit unserer Auswahl beim Gasthaus, außer Cafe und Apfelsaft konnten wir bei dieser Rast nichts bekommen da wir ausgerechnet den Sperrtag für unsere Einkehr ausgesucht hatten. Die folgenden 20 km nach Gmünd konnten wir in Zeitfahrmanier zurücklegen, außer ein Patschen bei Herbert konnte uns nichts bremsen, da es immer leicht bergab ging. Dies war auch notwendig da uns der Regen von den Nockalmbergen schon sehr nah war und wir schon die ersten Tropfen spürten. Die schöne Stadt Gmünd ließen wir links liegen, da Hans für uns noch einen schweißtreibenden Anstieg nach Obermillstatt parat hatte. War dieser nun schon anstrengend genug, forderte der Gegenwind, vorbei an den beiden Seen (Feld- und Afritzersee), die letzten Kräfte, so dass wir uns beim Afritzersee noch zu einer Einkehr entschlossen. Das zischen im See, als wir unser Beine hineinsteckten, war sicher weithin zu vernehmen. Das letzte Stück bis zum Ossiachersee versuchten wir uns im Kreiseln und so waren wir in kurzer Zeit wieder Zuhause angelangt. Übers Kreiseln nur so viel: es bedarf noch einiger Übung.

Der Freitag stand dann im Zeichen von Ausradeln. Eine lockere Runde zum Faakersee über Velden den Wörthersee entlang und mit einer gemütlichen Einkehr beim Maltschachersee (Danke Andi) konnten wir die Woche beim besten Eissalon in ganz Kärnten (Danke Achim) nach 75 km ausklingen lassen.

Fotos...

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